Tagebuch über meinen Welpen

Abholung des Welpen

So, unsere Wohnung ist Welpen sicher, auch ein leichter Geruch nach Hund kommt einem entgegen, wenn man seine Nase in unseren Küchenschrank unter der Spüle steckt. Hier haben wir das Hundefutter für die ersten Wochen verstaut.

Nach dem wir ein paar Tage frei haben, beschließen wir bereits am Mittwoch nach der Arbeit nach Miltenberg aufzubrechen. Immerhin sind das 3,50 Stunden Fahrt. Unseren Welpen werden wir Freitag Mittag bei der Züchterin abholen, nach dem am Vormittag nochmal eine Zuchtwartin vom Beagle Club Deutschland e. V. den Wurf abgenommen hat.

Die Zuchtwartin prüft jeden Einzelnen Welpen, ob er irgendwelche Auffälligkeiten hat. Ob er in allem Punkten einem offiziellen Beagle ähnlich sieht. Hier wir zum Beispiel überprüft, ob das Gebiss stimmt. Ob die Krallen bei allen Welpen schön gewachsen sind. Auch ob die Welpen allgemein in einem guten Zustand sind, was Gewicht und Körpergröße, sowie Form betritt.

Zum Glück ist beim gesamten 7 köpfigen Wurf alles in Ordnung. Wir haben für unsere Fahrt folgende Dinge für die Abholung unseres kleinen Rüden eingepackt:

  • Halsband/Geschirr
  • Leine
  • Hundekotbeutel
  • Hundebox/-käfig für das Auto
  • Handtuch
  • Zewa, falls der Hund spucken müsste
  • Kälberblase zum Kauen, um den Stress abzubauen
  • Hundenapf/-schüssel für Wasser
  • Eine kleine Menge vom Trockenfutter, was wir als Leckerli verwenden (da er diesen Geruch und Geschmack gewöhnt ist)

Als wir nach unserem Kurzurlaub am Freitag Mittag bei der Züchterin ankommen, bittet diese uns, sich nochmal für eine halbe Stunde zu gedulden. Die Zum Wörterbuch hinzufügen sei soweit zwar fertig, aber nach dem Sie selbst mit Ihren Hunden weiter zu einer Ausstellung fährt, würde Sie diese gerne noch kurz in Ruhe mit Wasser und Futter versorgen. Wir willigen selbstverständlich ein und fahren nochmal in den Nachbar Ort. Hier setzen wir uns in eine Gaststätte und trinken noch in Ruhe etwas.

Wir bleiben bewusst etwas länger als die 30 Minuten weg, um unsere Züchterin nicht unnötig zu stressen. Nach nicht ganz einer vollen Stunde fahren wir wieder hin. Jetzt dürfen wir auch rein kommen. Erstmal schauen wir nach den Welpen. Diese sind von Ihren Untersuchungen müde und schlafen. Wir entscheiden, dass uns das gerade recht kommt. So haben wir die Möglichkeit in Ruhe die Restzahlung abzuwickeln und auch den Kaufvertrag zu unterschreiben.

Auch geht die Züchterin mit uns in Ruhe die Unterlagen zu unserem Welpen durch. Wir erhalten von Ihr eine kleine Mappe, hier ist eine kleine Erklärung zur Fütterung enthalten. Ebenfalls eine kurze Einführung in die Hunderasse Beagle und Ihre Besonderheiten. Da wir bei einer offiziellen Züchterin des Beagle Club Deutschland e. V. sind, gibt es auch eine Abstammungsurkunde, wo Sie uns nochmal erklärt, wer die Eltern des Kleinen sind und wo Sie herkommen (der Vater zum Beispiel ist Italiener). Den EU-Heimtierpass, der als Ausweis dient, erklärt Sie uns, mitsamt der bereits erfolgten Impfungen und der notwendigen Auffrischungen.

Einen Chip zur Identifizierung haben die 7 kleinen Beagle vom Tierarzt der Züchterin ebenfalls bereits erhalten. Auch eine Wurmkur haben Sie regelmäßig bereits hinter sich. Die Chip-Nummer ist in dem EU-Heimtierpass vermerkt und die Erklärung zur Wurmkur (wann, welches Mittel und wie lange) bekommen wir auf einem Zettel für unsere Tierärztin mit.

Als wir mit dem Papierkram fertig sind, bekommen wir von Ihr noch ein kleines Welpen-Paket. Dieses hat Sie von dem Futtermittelhersteller angefordert, von dem Sie das Welpen Futter empfiehlt. Hier sind ein Spielzeug, ein Probepäckchen des Welpen Futters und Flyer mit Tipps und einem Bestellgutschein enthalten. Von der Züchterin selbst bekommen wir ein Spielzeug, mit dem die Welpen seit Anfang an spielen (damit wir später im Auto und für die erste Nacht den Geruch der Wurfgeschwister dabei haben).

Dann gehen wir nach draußen in den Garten, damit wir nochmal mit allen Hunden schmusen könne und auch, damit unser kleiner weißer Wuschle noch vor der Autofahrt sein Geschäft verrichtet. Als das erledigt ist, heißt es für die Züchterin Abschied nehmen. Wir geben Ihr die Gelegenheit, den Welpen ins Auto zu tragen und Ihn für uns in die Transportbox zu setzen. Dabei verabschiedet Sie sich von dem Kleinen mit leisen Worten. Auch ein paar Tränen glitzern in Ihren Augen. Wir versprechen nochmals, uns bald bei Ihr zu melden.

Stefan wird das Auto fahren und ich werde fürs Erste auf der Rücksitzbank neben der Hundebox sitzen bleiben. Wir haben erstmal das Radio aus. Leise uns ruhig rede ich mit dem Zwerg. Er schaut etwas irritiert. Dann beginnt er mit vorsichtigen Schritten die Kiste abzulaufen. Dann fährt Stefan langsam los, der Welpe setzt sich hin. Stefan fährt am Anfang die Stecke bis zur Autobahn, die aus sehr vielen Serpentinen besteht langsam und sehr vorausschauend. Wie als hätten wir jemanden mit einem empfindlichen Magen dabei. Nach wenigen Minuten legt sich unser Welpe hin. Bis wir auf der Autobahn sind, ist er noch wach, als wir die gerade Autobahn erreichen, dauert es nicht lange und die Augen klappen zu.

Nach der Hälfte der Strecke bei fast 2 Stunden Fahrtzeit bin ich es, die an der Pause schuld ist. Es ist meine Blase die sich gemeldet hat. Wir fahren von der Autobahn, wir halten nicht an einem Rastplatz, da wir auch unseren Hund sich erleichtern lassen wollen. In einem kleinen Wald etwas abseits halten wir auf dem Parkplatz von einem Wanderweg. Hier nehmen wir unseren Welpen aus seiner Box, legen Ihm in Ruhe das Halsband an, auf die Leine verzichten wir, da Welpen am Anfang in Fremden Umgebungen einem immer hinterher laufen. Nach wenigen Minuten verrichtet er sein Geschäft. Zurück am Auto heißt es für alle nach einer Kleinigkeit zum Trinken, wieder einsteigen und weiter geht’s.

Auch die restliche Fahrt verläuft reibungslos. Wir kommen nach guten 4,25 Stunden zu Hause an. Als wir geparkt haben, wacht der kleine schlafende Rüde auf. Da er etwas zerknautscht und verschlafen schaut, warte ich neben Ihm sitzend im Auto noch einige Minuten. Dann hebe ich Ihn raus. Wir gehen neben das Auto auf die kleine Wiese neben dem Haus. Hier wird gliedergestreckt und geschnuffelt. Dann löst sich der Zwerg auch schon schön brav in der Wiese. Wir beschließen mit Ihm in die Wohnung hoch zu gehen und Ihn erstmal ankommen zu lassen.

Die Erkundung der Wohnung und näheren neuen Umgebung, sowie die erste Nacht ohne Geschwister berichte ich euch in Kürze. Auch wie der kleine weiße Bi-Colour Rüde heißt und warum bzw. wie wir den Hundenamen gewählt haben, berichte ich noch ausführlich.