Tagebuch über meinen Welpen

Erste Nacht im neuen Heim

Wir haben in der Wohnung alle Türen zu den Zimmern verschlossen. Als erstes setzen wir unseren kleinen Rüden im Wohnzimmer ab. Hier zeige ich Ihm den Wassernapf und ziehe mich dann bewusst etwas zurück. Er läuft zum Fenster, beschnuppert den Vorhang, den Teppich und macht sich so langsam ein Bild von dem ganzen Raum. Da unser Wohnzimmer ohne extra Türe in die Küche übergeht, wird auch hier fleißig der ganze Boden und die Schränke untersucht.

Wir beginnen ganz ruhig unsere Sachen von der Autofahrt aus zu packen. Während unser 4-Beiner auch die ganzen Taschen beäugt. Da er seit Mittags nichts mehr gegessen hat und 4 Mahlzeiten am Tag gewöhnt ist, setzen wir uns an den Tisch und schauen in den Schnellhefter von der Züchterin. Diesem entnehmen wir die Mengenangabe für die Fütterung. Es gibt eine Portion Trockenfutter, die wir in ein bisschen Wasser einweichen.

Phelan (der Beagle Welpe) hat vielleicht einen Hunger, die Schüssel ist super schnell geleert. Nach dem er diese noch genüsslich leer geschleckt hat, schnappen wir uns den Welpen und tragen Ihn auch schon wieder nach Draußen. Er tapst etwas unbeholfen über die kleine Wiese vor dem Haus. Doch es dauert nicht lange und er löst sich. Damit die Eindrücke von draußen nicht zu viel werden, haben wir beschlossen fürs erste in der Nacht nur auf die Wiese zu gehen und ansonsten gehen wir erst mal nur eine vorher besprochene Route, in unserer Wohnsiedlung. Diese kleine Route zeigen wir Ihm jetzt, damit er Sie einmal bei Tageslicht gesehen hat.

Doch nach nur gut 5-10 Minuten, geht es auch schon zurück in die Wohnung. Hier zeigen wir Ihm bewusst noch keine weiteren Räume. Phelan (was im germanisch/keltischen: der kleine Wolf – bedeutet), läuft hier nochmal eine kurze Runde durch das Wohnzimmer. Dann fällt er auch schon müde auf seinem Handtuch zusammen und schläft bzw. wartet ab und beobachtet. Wir essen selbst eine Kleinigkeit zu Abend und verräumen die Reste von unserem Kurzurlaub. Dann bereiten wir die nächste Mahlzeit für unseren Welpen vor. Dieses Mal gibt es Flocken, ebenfalls mit ein wenig Wasser. Die Flocken sind die letzte Mahlzeit am Tag, damit Sie über Nacht etwas von dem Wasser aufnehmen und der Baby-Beagle nicht ganz so oft Wasser lassen muss. Auch jetzt geht es im Anschluss an die Fütterung raus auf die Wiese. Jetzt verrichtet er sogar ein kleines und ein großes Geschäft.

Zurück in der Wohnung öffnen wir nun die Schlafzimmer-Tür, auch hier lassen wir Ihn alles in Ruhe erkunden. Etwa 30 Minuten später und inzwischen ziemlich spät ab Abend, wollen wir endlich ins Bett. Wir einigen uns darauf unseren Welpen nochmal kurz vor die Tür zu bringen und gehen dann gemeinsam mit Ihm ins Schlafzimmer. Wir löschen alle Lichter in der Wohnung. Das Hundebett im Schlafzimmer steht direkt neben dem Bett. Wir haben Ihm einen Stoffhasen und sein Hundespielzeug von der Züchterin ebenfalls mit ins Hundekörbchen gelegt. Da ich an der Bettkante schlafe, lasse ich am Anfang meine Hand runter zu Ihm ins Körbchen hängen. Ein zwei mal fiept er ganz leise, doch es dauert keine 5 Minuten und der Zwerg schläft.

Einmal werde ich in der Nacht von einem leisen fiepen geweckt. Schnell schnappe ich mir meine Jacke und den Welpen und bringe Ihn nach draußen. Ja, ich lag richtig, nach ein paar Schritten auf der Wiese löst er sich. Dann geht es für uns Beide wieder zurück ins Bett. Ohne große Schwierigkeiten schläft er weiter. Für mich gefühlt nach wenigen Minuten, in Wirklichkeit haben wir inzwischen 5:30 Uhr in der Früh, weckt er mich wieder. Auch hier spielen wir wieder das Spiel mit dem Anziehen und raus bringen.

Zurück in der Wohnung wird mir schnell klar, nachdem er die ganze Nacht jetzt so friedlich war, ist jetzt erst mal Schluss mit Schlafen. Außerdem hat er schon wieder Hunger. Also bekommt er wieder eine Portion Trockenfutter und dann schnappen wir uns das Geschirr, die Leine und laufen sogar die kleine Route von gestern Abend.

Es ist das erste Mal, das der Welpe ein Geschirr/Halsband trägt, mit einem Stück Wiener locke ich seinen Kopf durch die Schlaufe. Draußen achten wir darauf, dass er nicht in der Leine hängen bleibt. Ein paar Mal bleibt er stehen, setzt sich und kratzt etwas unbeholfen am Bauch, wegen dem Geschirr, das ignorieren wir. Wenn er danach jedes Mal weiter läuft, loben wir Ihn leise mit unserer Stimme.

Was uns in den ersten Tagen sonst so passiert ist und warum wir den Namen Phelan gewählt haben, verrate ich im nächsten Beitrag. Den Besuch der ersten Welpenspielstunden werde ich ebenfalls mit erwähnen.