Gesundheit, Tagebuch über meinen Welpen

Der erste Tierarztbesuch

Morgen wird Phelan 12 Wochen alt. Damit steht die nächste Impfung an. Es wird die Impfung gegen Parvovirse, Parainfluenza, Leptospirose, Staube und Hepatitis aufgefrischt. Auch die erste Tollwut-Impfung steht mit im Plan.

Die erste Impfung hat der Welpe mit 8 Wochen noch vor der Übergabe beim Züchter bekommen. Jetzt steht die erste Auffrischung an. Gleichzeitig wird jetzt das erste Mal auch noch Tollwut mitgeimpft. Das sind lediglich die Standart Impfungen, welche Vorschrift sind. Man könnte auch noch gegen den sogenannten Zwingerhusten impfen, dass macht man allerdings eigentlich nur, wenn der Welpe dafür gefährdet ist.

Ggfs. sollte mit 12 Wochen nochmal eine Wurmkur durchgeführt werden. Man kann aber auch einfach nur eine Stuhlprobe zur Untersuchung abgeben. Dann reicht nach der Wurmkur, die der Züchter in der letzten Woche vor der Abgabe durchgeführt hat, eine neue Wurmkur ca. ein halbes Jahr später.

Um den Welpen an den Tierarztbesuch zu gewöhnen, sind wir eine Woche vor dem Impftermin bereits einmal mit der Tierärztin verabredet. Hier lassen wir den Besitzerwechsel eintragen. Der Hund wird hier noch nicht untersucht. Sie nimmt lediglich alle Daten von uns und von ihm auf. Er darf während dieser Zeit durch die ganze Praxis laufen und sich alles in Ruhe anschauen. Immerhin riecht das Desinfektionsmittel hier überall komisch.

Auch einige Leckerlis verteilt die Tierärztin. Die Waage für die Haustiere steht am Boden. Als Phelan hier interesse dran zeigt, nehmen wir Leckerlis und locken ihn einmal über die Waage. Super, somit haben wir hier schon mal ohne Stress sein aktuelles Gewicht aufnehmen können.

Also es dann eine Woche später soweit ist, beginnen wir wieder damit, dass wir Phelan durch den Raum laufen lassen. Während ich sein EU-Heimtierpass als Impfbuch vorlege. Als erstes nimmt Sie das Lesegerät für den Chip um diesen zu überprüfen. Dazu muss Sie den kleinen Kasten nur 2-3 Sekunden an die gechipte Halsseite halten. Dabei stecken wir Ihm wieder Leckerli zu. Wir vergleichen die Nummer vom Pass mit der auf dem Lesegerät. Die Nummer stimmt, somit hat die Züchterin mit Ihrem Tierarzt hier nichts vertauscht.

Als nächstes Nutzen wir die Gelegenheit mit Leckerli wieder die Waage zu betreten. Auch das funktioniert ohne großen Stress. Dann ist es soweit. Phelan soll auf den Untersuchungstisch. Ich hebe Ihn persönlich hoch, da er meine Berührungen vom Treppenstufen tragen gewöhnt ist. Auf dem Tisch gibt es auch erstmal wieder Leckerlis.

Die Zähne und das Zahnfleisch kontrolliert die Tierärztin mit geübtem Griff und Blick. Die Augen werden ebenfalls einer Überprüfung unterzogen. Dadurch, dass wir einen Beagle (mit langen Ohren) haben, wird ebenfalls noch in die Ohren geschaut, ob diese zu reinigen wären. Da es ein Rüde ist, tastet Sie auch die Eier noch schnell ab. An all diese Berührungen haben wir unseren Welpen von Anfang an, in einer so genannten Tierarztübung gewöhnt. Sprich es gab an den Unterschiedlichsten Orten Leckerlis, wenn wir Ihn an diesen Stellen berührt haben. Mal kurz, mal etwas länger. Auch mal mit mehreren Personen (max. 2) und mal komplett alleine. In der Tierarztpraxis lässt sich Phelan somit die ganze Untersuchung gefallen und wartet brav auf seine Belohnung.

Dann nimmt sich unsere Tierärztin Ihr Stetoskop um seinen Herzschlag ab zu hören. Ganz leise, bzw. fast gar nicht rede ich mit Phelan. Aus meiner Hand bekommt er weitere Leckerli. Auch der Herzschlag ist in Ordnung. Und die Atmung ebenfalls, sprich wir haben keinen Schnupfen und können somit geimpft werden.

Sie nimmt sich die Impfmittel und zieht eine kleine Spritze damit auf. Ich lenke meinen kleinen Welpen weiterhin ab. Dann bitten Sie mich, das mitgebrachte Lieblingsleckerli (bei meinem Phelan, Wiener) eine komplette Handvoll zu nehmen. Sie nimmt während dessen eine Hautfalte, über dem Popo auf der linken Bauchseite. Dann frägt Sie mich, ob ich bereit bin. Nachdem ich Ihr bestätigt habe, dass ich mit Leckerlis bewaffnet bin, bittet Sie mich, Ihn diese nach und nach aus der geschlossenen Hand zu verfüttern. Gesagt getan, damit ich mich nicht verspanne, konzentriere ich mich ganz auf diese Aufgabe und noch bevor ich Ihm das letzte Leckerli nehmen lasse, ist die Spritze auch schon wieder draußen.

Dann darf der 12 Wochen alte Welpe auch schon wieder auf den Boden. Hier bekommt er von der Tierärztin nochmal einige Leckerli. Ich setze mich zu Ihr an den Schreibtisch. Sie trägt die heutige Impfung ein und teilt mir mit, dass mit 16 Wochen, also 4 Wochen später die nächste Auffrischung ansteht. Dann erst wieder in einem guten Jahr. Also vereinbaren wir noch den nächsten Termin. Die Nebenwirkungen der Impfung erklärt Sie mir auch noch.

An der Impfstelle kann eine kleine Beule entstehen und im Laufe des Tages kann Ihm die Stelle bei Berührung auch noch weh tun. Diese sollen wir als gute 24 Stunden beim Streicheln meiden. Auch kann eine gewisse Appetitlosigkeit auftreten. Spielen und mit anderen Hunden herum toben, ist auch erstmal untersagt. Wenn Phelan den restlichen Tag sehr müde sein sollte, ist das auch im Rahmen des möglichen.

Nach einigen weiteren Leckerli verlassen wir ganz entspannt die Praxis.