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Gesundheit, Tagebuch über meinen Welpen

Zahnen bei Welpen oder auch Zahnpflege bei Hunden

Auch Hundewelpen durchleben einen Zahnwechsel.

Dieser tritt normalerweise zwischen dem 4ten und dem 7ten Lebensmonat auf.

Welpen haben 27 Zähne und erwachsene Hunde 42 Zähne.

Während dem Zahnwechsel schmerzt den Welpen hin und wieder, mal mehr, mal weniger das Zahnfleisch.

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Hier können Welpen dann entsprechend sabbern und speicheln oder Sie haben ein gesteigertes Kaubedürfnis. Wie einem Menschenkind, kann man dagegen verschiedene Kaugegenstände anbieten.

Beispiele zu Kaugegenständen:

Holz (unbehandelt)

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Tau

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Ein Stück Stoff ggfs. mit Knoten

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Kälberblase oder andere weiche Kauartikel (z. B. Rinderhaut)

manche Hunde nehmen auch gerne eine kühle Karrotte (diese muss auch nicht zu 100 % gegessen werden, es reicht das darauf rum kauen)

gefüllter Kong (nicht wie auf der Anleitung mit Trockenfutter oder Leckerli, bitte immer eine „Pampe“ also z. B. eingeweichtest Trockenfutter mit Wienerstückchen oder Kartoffel mit Quark und ggfs. Wurststückchen, oder einfach das Feuchtfutter – das ganze dann noch kurz einfrieren, dann hat es auch noch eine kühlende Wirkung). Der Kong sollte die Bezeichnung „Puppy“ wegen der Milchzähne tragen (meistens Rosa oder Hellblau). Ein Kong wirkt dann wie ein Schnuller, da der Hund hier darauf kauen und raus schlecken muss, beruhigt er unglaublich gut und hilft gegen die Zahnschmerzen.

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Beim Spielen mit anderen Hunden, kann mal aktiv ein Zahn verloren werden oder das gereizte Zahnfleisch fängt einfach so an zu bluten. Daher bitte nicht erschrecken, wenn einer der Beteiligten einen roten Sabberfaden im Fellhängen hat. In Ruhe überprüfen, ob es von den Zähnen kommt oder ob vielleicht doch das Spiel etwas zu heftig geworden ist und einer einen Kratzer hat, der versorgt werden müsste.

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Die Kaugegenstände dienen außerdem der Zahnpflege, wie bei uns Menschen die Zahnbürste.

Auch sollten Sie Ihren Hund (nicht nur Welpen) daran gewöhnen, das von Zeit zu Zeit der Tierarzt oder auch Sie in das Maul zur Kontrolle schauen.

Tagebuch über meinen Welpen

Alltagstraining 

Wenn man einen Hund hat, ist man nicht unbedingt gleich eingeschränkt im Alltag. Daher heißt es, denn Hund so früh wie möglich an die verschiedenen Situationen gewöhnen.

Sei es das fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder das überqueren der Straßen im Ort.

Um einen Welpen an die S-Bahn oder U-Bahn zu gewöhnen, geht man die ersten Male nur an den Gleisen oder der Haltestelle vorbei. Die Steigerung ist das Warten am Bahnsteig. Dann wiederum heißt es einsteigen. Die sicherste Position (auch im Bus) ist für den Hund zwischen Ihren Beinen im Sitz.

Beim Straße überqueren gibt es mehrere Möglichkeiten, man lässt den Hund ein Sitz machen und dann auf ein Kommando gemeinsam die Straße überqueren oder man bringt dem Hund den Bordstein als Sichtsignal bei, dass er hier entspannt stehen bleiben muss, bis der Halter den Hund auffordert zu überqueren.

Auch gibt es nicht immer nur Sonnenschein, somit sollte man auch an regnerischen Tagen die normale Gassi-Runde einhalten um den Hund hier daran zu gewöhnen, dass es von oben etwas nass werden kann und auch die Wiesen für das „Geschäft oder bei Lösen“ etwas feucht sind.

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Auch gibt es unterschiedliche Gerüche und andere Tiere, hier kann man am besten im Zoo trainieren. Dass der Hund bei dem Anblick von anderen Tieren ruhig bleibt. Ebenfalls findet man im Zoo größere Menschenmengen um auch das gleich noch mit ins Training ein zu binden.

Bei allen Ausflügen, wo es neue Situationen gibt, sollte man bei Welpen und Junghunden bedenken, dass die Zeitdauer entsprechend kürzer gewählt werden sollte. Als bei der normalen Gassi-Runde im gewohnten Umfeld.

Bei einem Restaurantbesuch muss man bedenken, dass es bei manchen Räumlichkeiten etwas lauter wird und dass auch das Essen eine kleine Verführung für den Hund darstellt. Am besten nimmt man dem Hund eine bekannte Decke oder die Tragetasche mit, ein Kaugegenstand. Die ersten Aufenthalte sollten vielleicht nicht gleich ein 2 Stunden 5 Gängemenü umfassen. Sondern vielleicht eher nur ein Besuch in der Eisdiele. Die Decke kommt unter den Tisch, evtl. stellen Sie noch eine kleine Schüssel mit Wasser dazu. Die Leine bleibt am Hund, auf diese steigen Sie am besten mit Ihrem Fuß drauf. Dann kann der Hund auch nicht weg. Dann gibt es, wenn der Hund brav liegt, den Kaugegenstand. Wenn der Hund mit diesem fertig ist, sollten Sie die ersten Male danach nicht zu lange bleiben. Bitte geben Sie oder auch das Servicepersonal dem Hund sonst keine Leckerli, Essensreste oder Aufmerksamkeit, damit dieser lernt, in Ruhe ab zu schalten und ab zu warten.

Allgemein, Self-made

Welpen-/Hundetragetasche selbst herstellen – das „mobile Körbchen“

Mit einem Welpen oder einem kleinen Hund unterwegs zu sein, kann manchmal sehr anstrengend sein. Die Babys können noch nicht so lange und soweit laufen. Dennoch ist es hin und wieder unvermeidbar, dass man etwas länger draußen unterwegs ist. Auch mit kleineren Hunderassen hat man zum Beispiel in der U-Bahn Probleme, wenn viel los ist.

Doch kann man sich hier ganz einfach behelfen. Mit einem „mobilen Körbchen“ bzw. einer Tragetasche. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Varianten in den gängigen Tierbedarfshops oder auch im Internet unter Amazon. Doch gerade in der Welpenzeit, muss man viel Geld für alle Dinge ausgeben und ggfs. braucht man bei einer größeren Hunderasse, wirklich nur für die Welpenzeit eine Tragetasche. Wenn man jetzt möglichst wenig zusätzliches Geld ausgeben möchte, hat man die Möglichkeit einige Dinge selbst herzustellen.

Für die Tragetasche benötigt man alte Stoffreste, gerne auch aus alten Kleidungsstücken. Wenn man zum Beispiel Jeansstoff verwendet, wird das ganze etwas stabiler. Die Größe der Tasche und somit auch der Stoffbedarf, hängen sehr stark von der Hunderasse und somit von der Größe des Hundes ab.

Die Erstellung meines mobilen Körbchens ist für Hunde bis zur mittleren Größe gedacht. Wo zum Beispiel der Beagle rein fällt. Bei kleineren Hunden, wie zum Beispiel dem Chihauhau reicht ggfs. auch schon eine kleinere Version. Wichtig ist noch zu erwähnen, diese Tasche gilt nicht als Transportsicherung bei Autofahrten. Hier ist entweder ein entsprechender Hundegurt, Transportbox/-käfig oder eine vom Tüv dafür geprüft und freigegebene Tasche oder Hundedecke für die Rückbank zu verwenden.

Man benötigt zusätzlich zur Nähmaschine folgende Hilfsmittel:

Für die Größe der Tasche, braucht man die Größe des Welpen, wenn er ausgestreckt liegt. Achtung, Welpen wachsen schnell, daher am besten an der erwachsenen Größe orientieren oder mit dem Züchter Rücksprache halten, ob er die Angaben für einen 1/2 Jahr alten Hund der Rasse treffen kann.

Tipp: bitte plant auf jeder Seite etwas mehr Stoff für das zusammen nähen und umdrehen mit ein. Auch das Zusammenfügen der einzelnen Teile benötigt nochmal etwas Stoff.

Als nächstes sollte man sich eine Skizze mit der Form und den Größen anfertigen. Dann empfehle ich eine Schablone von jeder Seite der Tasche zu erstellen. Bitte beachtet auch immer, ob wir auf der linken oder rechten Seite (der schönen Seite) des Stoffes arbeiten.

Auch fertige ich von jeder Seite der Tasche (inkl. des Bodens) 2 Stücke Stoff an. Aus stabilitätsgründen kann dann noch zwischen die 2 Stücke zum Beispiel eine Fleecedecke oder Fleece/Handtuch mit eingenäht werden.

Tipp: ggfs. eine der kurzen Seiten etwas tiefer einplanen, damit der Welpe hier später raus schauen kann.

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Erst habe ich alle Teile fertig gestellt, dann habe ich im nächsten Schritt rechts auf rechts gelegt und die Seitenteile mit dem Boden verbunden.

Erst wenn alle Seiten soweit erstellt sind, setzte ich diese langsam zusammen. Ich habe mit den langen Seiten der Tasche begonnen. zum Schluss habe ich dann die kurzen Front und Heckteile eingearbeitet.

Zum Schluss noch die Träger anbringen. Da mein Jeansstoff (doppellagig) und dazwischen die Fleecedecke inzwischen sehr gut auftragen, kann ich eigentlich nur noch mit der Hand die Träger anbringen. Da ich die Möglichkeit hatte, an Stücke von einem Autogurt zu kommen, habe ich mich für diesen als Trägermöglichkeit entschieden. Da ein Autogurt mit der Hand fast unmöglich zu nähen ist, musste ich mir für die Befestigung ebenfalls etwas ausdenken. Hier habe ich auf XY??nieten zurück gegriffen. Bitte bei egal welcher Befestigung der Träger beachten, dass sich der Welpe innen in der Tasche nicht verletzten kann.

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Die zusammengesetzte Tasche, aber noch ohne Träger – diese habe ich zum Schluss befestigt. Hier habe ich die Träger länge individuell auf meine Körpergröße angepasst

Tipp: bei den Trägern lieber etwas breitere verwenden, bevor euch die Tasche mit dem Gewicht des Hundes in die ‚Schulter einschneidet.

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hier die Tasche im Einsatz, jetzt auch mit Trägern

Jetzt heißt es nur noch, Welpe in die Tasche und los geht’s. Um den Welpen/Hund mit der Tasche bekannt zu machen, ruhig vorher einige Tage ausgebreitet im Wohnzimmer stehen lassen. Gerne auch den Welpen belohnen, wenn er sich in diese Setzt oder sogar schon legt.

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die Gewöhnung an die Tasche lief super, er hat Sie von sich aus angenommen. Jetzt darf Sie bei keinem Ausflug als gewohnter Ruheort mehr fehlen
Allgemein, Gesundheit

Zecken – kleine Mikrosysteme mit daseins Sinn

Wozu sind Zecken gut und warum gibt es Sie überhaupt? Mit diesem Thema hat sich Linea vom Hundetrainer Netzwerk ausführlich beschäftigt, das könnt ihr hier nachlesen.

Doch was hilft jetzt gegen diese Ökopolizei? Linea hat dazu euch Hundehalter zu einer Blogparade aufgerufen. Die erste Beiträge finden sich im Kommentar von dem Aufruf.

Auch Linea selbst hat ihre Tricks und Vorgehensweise beschrieben.

Mein Vorgehen beschreibe ich euch hier, da ich zum Beispiel auf Chemie verzichte:


Ich verwende bei meinem Beagle-Welpen ausschließlich Kokosnussöl.

Davon wird ein Esslöffel mit 0,5 Liter Wasser kann auch fast 0,75 Liter sein. Mit lauwarmen Wasser gemischt. Das Ganze kommt dann in eine Sprühflasche.


Beim ersten mal, hat man ja lauwarmes Wasser verwendet um das Kokosnussöl vom Löffel zu bekommen. Bei den weiteren Anwendungen, die Flasche kurz vor der Anwendung in die Sonne stellen oder zur Not in ein Wasserbad, wenn die Sonne einen im Stich lässt.


Dann sprüht man sich eine kleine Pfütze von dem Gemisch in die Handfläche und verreibt diese auf dem Hund, auch am Bauch, ggfs. unter den Ohren, an den Pfoten und Beinen, sowie den Rücken. Ich verbinde das ganze mit einer kleinen Massage bzw. der sogenannten Tierarzt-Übung (sprich ich kontrolliere Augen, Ohren und Pfoten – um hier ein Anfassen zu normalisieren für ggfs. spätere notwendige Untersuchungen beim Tierarzt). Diese Prozedur wiederhole ich jeden 2-3 Tag. So haben wir in der Zeit, seit dem wir unseren Welpen haben, keine einzige Zecke dieses Jahr gehabt.



Um hier auch längere Erfolge zu nennen, nicht nur bei meinem Welpen funktioniert das Kokosöl als Zeckenabwehr. Auch bei der Katze meiner Oma hilft es seit 2 Jahren, ebenso wie bei dem 2 erwachsenen Hunden meiner Mutter. Das Ganze gilt auch nicht nur für die bayerischen Zecken, auch im Dänemark Urlaub, haben die Hunde keine Zecken angebracht.


Wenn doch mal eine Zecke den Weg auf eines unserer Haustiere finden würde, verwenden wir folgende Zeckenzange von Amazon:

https://www.amazon.de/gp/product/B00Y10UED8/ref=oh_aui_detailpage_o05_s00?ie=UTF8&psc=1

Mit dieser Zange berühren wir die Zecke an Ihrem Körper fast nicht, können aber schön an der Bissstelle den Zeckenkopf umfassen und mit einer kleinen Drehung die Zecke entfernen. Die vollständig entfernte Zecke, wird bei uns mit dem Feuerzeug verbrannt und landet dann im Mülleimer.


Eine meiner Kundinnen in der Hundeschule hingegen schwört seit einigen Jahren auf die Kraft der Steine. Ihre Hündin trägt zusätlich zum Halsband oder Geschirr eine Bernsteinkette (wie man Sie auch zahnenden Kindern anzieht). Auch Sie kann im Jahr 2017 bisher wieder super Erfolge vermelden. Auch Sie hatte noch keine Zecke. Weder hier im Münchner Umland, noch im Griechenland Urlaub im Juni.


Welches Mittel jetzt das Beste bzw. das einzig Wahre ist, kann ich daher nicht sagen. Ich habe lediglich selbst die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer Chemie sein muss. Meine Empfehlung daher lautet, überlegt euch, womit ihr klar kommt und probiert es einfach aus. Wenn dann doch mal eine Zecke vorhanden sein sollte, ist dass halb so schlimm. Wenn man ruhig bleibt und diese sauber entfernt, kann eigentlich fast nichts passieren. Wenn man im Frühjahr oder Herbst, wo Zecken ein bisschen aktiver sind, als jetzt im Hochsommer, nach dem Wald- oder Wiesenspaziergang seinen Hund kurz durch schaut, findet man ggfs. die Zecke sogar noch bevor Sie sich einen Platz zum saugen ausgesucht hat. Dann kann man Sie auch einfach noch aus dem Hundefell pflücken und Sie auch hier dann entsprechend entsorgen, so dass Sie nicht wieder auf das Haustier oder einen selbst wandert.


Eure Nicole

Von der mobilen Hundeschule „Ein Team – Ein Ziel“

Gesundheit, Tagebuch über meinen Welpen

Der erste Tierarztbesuch

Morgen wird Phelan 12 Wochen alt. Damit steht die nächste Impfung an. Es wird die Impfung gegen Parvovirse, Parainfluenza, Leptospirose, Staube und Hepatitis aufgefrischt. Auch die erste Tollwut-Impfung steht mit im Plan.

Die erste Impfung hat der Welpe mit 8 Wochen noch vor der Übergabe beim Züchter bekommen. Jetzt steht die erste Auffrischung an. Gleichzeitig wird jetzt das erste Mal auch noch Tollwut mitgeimpft. Das sind lediglich die Standart Impfungen, welche Vorschrift sind. Man könnte auch noch gegen den sogenannten Zwingerhusten impfen, dass macht man allerdings eigentlich nur, wenn der Welpe dafür gefährdet ist.

Ggfs. sollte mit 12 Wochen nochmal eine Wurmkur durchgeführt werden. Man kann aber auch einfach nur eine Stuhlprobe zur Untersuchung abgeben. Dann reicht nach der Wurmkur, die der Züchter in der letzten Woche vor der Abgabe durchgeführt hat, eine neue Wurmkur ca. ein halbes Jahr später.

Um den Welpen an den Tierarztbesuch zu gewöhnen, sind wir eine Woche vor dem Impftermin bereits einmal mit der Tierärztin verabredet. Hier lassen wir den Besitzerwechsel eintragen. Der Hund wird hier noch nicht untersucht. Sie nimmt lediglich alle Daten von uns und von ihm auf. Er darf während dieser Zeit durch die ganze Praxis laufen und sich alles in Ruhe anschauen. Immerhin riecht das Desinfektionsmittel hier überall komisch.

Auch einige Leckerlis verteilt die Tierärztin. Die Waage für die Haustiere steht am Boden. Als Phelan hier interesse dran zeigt, nehmen wir Leckerlis und locken ihn einmal über die Waage. Super, somit haben wir hier schon mal ohne Stress sein aktuelles Gewicht aufnehmen können.

Also es dann eine Woche später soweit ist, beginnen wir wieder damit, dass wir Phelan durch den Raum laufen lassen. Während ich sein EU-Heimtierpass als Impfbuch vorlege. Als erstes nimmt Sie das Lesegerät für den Chip um diesen zu überprüfen. Dazu muss Sie den kleinen Kasten nur 2-3 Sekunden an die gechipte Halsseite halten. Dabei stecken wir Ihm wieder Leckerli zu. Wir vergleichen die Nummer vom Pass mit der auf dem Lesegerät. Die Nummer stimmt, somit hat die Züchterin mit Ihrem Tierarzt hier nichts vertauscht.

Als nächstes Nutzen wir die Gelegenheit mit Leckerli wieder die Waage zu betreten. Auch das funktioniert ohne großen Stress. Dann ist es soweit. Phelan soll auf den Untersuchungstisch. Ich hebe Ihn persönlich hoch, da er meine Berührungen vom Treppenstufen tragen gewöhnt ist. Auf dem Tisch gibt es auch erstmal wieder Leckerlis.

Die Zähne und das Zahnfleisch kontrolliert die Tierärztin mit geübtem Griff und Blick. Die Augen werden ebenfalls einer Überprüfung unterzogen. Dadurch, dass wir einen Beagle (mit langen Ohren) haben, wird ebenfalls noch in die Ohren geschaut, ob diese zu reinigen wären. Da es ein Rüde ist, tastet Sie auch die Eier noch schnell ab. An all diese Berührungen haben wir unseren Welpen von Anfang an, in einer so genannten Tierarztübung gewöhnt. Sprich es gab an den Unterschiedlichsten Orten Leckerlis, wenn wir Ihn an diesen Stellen berührt haben. Mal kurz, mal etwas länger. Auch mal mit mehreren Personen (max. 2) und mal komplett alleine. In der Tierarztpraxis lässt sich Phelan somit die ganze Untersuchung gefallen und wartet brav auf seine Belohnung.

Dann nimmt sich unsere Tierärztin Ihr Stetoskop um seinen Herzschlag ab zu hören. Ganz leise, bzw. fast gar nicht rede ich mit Phelan. Aus meiner Hand bekommt er weitere Leckerli. Auch der Herzschlag ist in Ordnung. Und die Atmung ebenfalls, sprich wir haben keinen Schnupfen und können somit geimpft werden.

Sie nimmt sich die Impfmittel und zieht eine kleine Spritze damit auf. Ich lenke meinen kleinen Welpen weiterhin ab. Dann bitten Sie mich, das mitgebrachte Lieblingsleckerli (bei meinem Phelan, Wiener) eine komplette Handvoll zu nehmen. Sie nimmt während dessen eine Hautfalte, über dem Popo auf der linken Bauchseite. Dann frägt Sie mich, ob ich bereit bin. Nachdem ich Ihr bestätigt habe, dass ich mit Leckerlis bewaffnet bin, bittet Sie mich, Ihn diese nach und nach aus der geschlossenen Hand zu verfüttern. Gesagt getan, damit ich mich nicht verspanne, konzentriere ich mich ganz auf diese Aufgabe und noch bevor ich Ihm das letzte Leckerli nehmen lasse, ist die Spritze auch schon wieder draußen.

Dann darf der 12 Wochen alte Welpe auch schon wieder auf den Boden. Hier bekommt er von der Tierärztin nochmal einige Leckerli. Ich setze mich zu Ihr an den Schreibtisch. Sie trägt die heutige Impfung ein und teilt mir mit, dass mit 16 Wochen, also 4 Wochen später die nächste Auffrischung ansteht. Dann erst wieder in einem guten Jahr. Also vereinbaren wir noch den nächsten Termin. Die Nebenwirkungen der Impfung erklärt Sie mir auch noch.

An der Impfstelle kann eine kleine Beule entstehen und im Laufe des Tages kann Ihm die Stelle bei Berührung auch noch weh tun. Diese sollen wir als gute 24 Stunden beim Streicheln meiden. Auch kann eine gewisse Appetitlosigkeit auftreten. Spielen und mit anderen Hunden herum toben, ist auch erstmal untersagt. Wenn Phelan den restlichen Tag sehr müde sein sollte, ist das auch im Rahmen des möglichen.

Nach einigen weiteren Leckerli verlassen wir ganz entspannt die Praxis.

Tagebuch über meinen Welpen

Die erste Woche oder das Einspielen eines Rhythmus

Nach der ersten Nacht, stellen wir fest, unser Welpe schläft nicht nur. Er kann auch schon ganz schön aktiv sein. Mit seinem Hasen läuft er ganz tapsig durch die ganze Wohnung. Wir haben Korkboden, hier rutscht er in den Kurven etwas, das versucht er noch etwas unbeholfen unter Kontrolle zu bringen.

Für uns und Phelan heißt es jetzt in den nächsten Tagen, zu einem Rhythmus mit den 4 Mahlzeiten und dem Lösen zu finden. Nach nur gut einer Stunde Wohnung erkunden und mit dem Kuscheltier spielen, ist er auch schon wieder müde und er schläft mitten in der Küche ein. Wir nehmen wieder die Informationen von der Züchterin zur Hand, wir lesen die Mengenangaben vom Futter nochmal aufmerksam in Ruhe durch. Dann besprechen wir, welche Fütterungszeiten für uns am besten in den Tagesablauf passen.

Frühstück wird es immer gegen 7 Uhr geben, hier gibt es eine Portion Trockenfutter, in Wasser eingeweicht. Mittagessen soll es gegen 12:30 Uhr geben, hier stehen die Hundeflocken, mit lauwarmer Milch 3,5 % Fett oder 1-2 mal die Woche auch ein Frischkäse oder Joghurt/Quark an. Ein Nachmittagssnack wird gegen 17 Uhr angedacht, hier ist wieder Trockenfutter an der Reihe. Und die letzte Mahlzeit, wieder Flocken, dieses mal mit einem Löffel Nassfutter, werden wir gegen 21:30 Uhr reichen.

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Generelle Zeiten zum Lösen werden nach den Futtergaben sein, aber auch nach dem Schlafen oder Spielen, werden wir Ihn nach Draußen bringen. Da ein Welpe erst die Kontrolle über seine Blasen und Schließmuskulatur erlernen muss. Wenn dann doch etwas daneben geht, haben wir das Missgeschick einfach aufgewischt. Das die Nase in den Urin tunken ist veraltet. Dadurch lernt ein Hund nur, dass wenn er seine Pfütze in der nähe von uns Menschen absetzt, wir dann unangenehme Dinge mit Ihm tun. Er lernt davon aber nicht, das er z. B. auf einem Teppichboden nicht sein Geschäft verrichten soll. Sprich ich zeige Ihm nicht, dass es geeigneteren Untergrund (Wiese, Waldboden und im Notfall dann doch mal der Gehwegrand) für die Geschäfte ist. Ein Hund speichert bei seinem Geschäft, den Boden, die Umgebung und ob wir schreiend auf Ihn zu rennen oder andere Hunde oder ob wir Ihn mit leiser Stimme dafür entspannt loben.

Auch die ersten Besuche einer Welpenspielgruppe stehen an. Hier besuchen wir die Hundeschule, wo ich meine Ausbildung absolviert habe. Leider kann ich selbst keine Welpenspielstunden anbieten, da mir hierfür definitiv ein eingezäuntes Grundstück fehlt. Im Spiel erlernen Hunde, die verschiedenen Bewegungsabläufe zu koordinieren und auch die sogenannte Beißhemmung wird erlernt. Sprich die Welpen quietschen, wenn ein anderer Welpe zu fest zu zwickt. Dann ist es wichtig, das der zwickende Welpe lernt, sofort los zu lassen.

In den ersten 2 Welpenspielstunden ist unser Welpe die ersten 20 Minuten munter mit gehüpft. Beim aller ersten Mal etwas vorsichtiger, dann immer mutiger. Dann kommen 20 Minuten Pause für die Welpen, hier haben wir Besitzer die Möglichkeit jede Menge Fragen zu stellen (sei es, was tun, wenn der Welpe uns Menschen zwickt oder Wie lange darf ich Gassi gehen?). Dann kommen nochmal 20 Minuten für die Welpen zum spielen, hier hat unser Phelan die ersten 2 Male einfach weiter geschlafen, denn im war die Fragerunde zu langweilig. Schlaf ist für die kleine Baby-Hunde sehr wichtig, hier werden alle Eindrücke, Erfahrungen und Co. verarbeitet. Daher sollte man einen schlafenden Baby-Hund ebenso wenig wecken, wie ein Baby.

Den Namen Phelan (bedeutet, wie bereits geschrieben: kleiner Wolf – im germanisch/keltischen). Haben wir gewählt, weil er sehr kurz zum Rufen ist. Wir haben bewusst nach einem Namen gesucht, der eher in die Fantasy oder Film-Richtung geht und sich eher nicht als Menschen-Name wiederfindet. Da der Name dann automatisch weniger im Sprachgebrauch mit anderen Personen fällt. Auch die gängigen Hundenamen, wie Bello, Rex und co. haben wir ebenfalls vermieden. Nicht das auf dem Hundeplatz mein Hund dauernd von Fremden Leuten gerufen wird.

Die weiteren Nächte stellen wir uns sicherheitshalber einen Wecker in der Mitte der Nacht, aber schnell stellen wir fest, das Phelan mich zuverlässig weckt, wenn er mal muss. Wir gehen die letzte Runde ca. gegen 23 Uhr und meist hält er bis ca. 5 Uhr in der Früh schon durch. Das ist für einen so kleinen Welpen eh schon recht lange, daher hatten wir am Anfang gegen 3 Uhr einen Wecker.

Die erste Woche, also bis er ca. 9,5 Wochen alt ist, hat er tagsüber immer ca. 1 Std. wo er wach war, dann wieder 2-3 Std. geschlafen. Inzwischen ist der kleine Herr fast 12 Wochen alt. Er ist zwischen 1-3 Stunden am Stück aktiv und braucht dann nur gute 1,5-2 Stunden Schlaf. Durch konsequentes raus gehen nach der oben beschriebenen Methode und ansonsten den Hund aufmerksam beobachten, ob er sich unruhig schnüffelnd nach einer ruhigen Ecke umsieht und gerade wenn er sich dabei im Kreis dreht. Heißt es Welpen kommentarlos schnappen und nach Draußen zum lösen bringen.

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Auch die Zeiten, in denen wir Gassi gehen, steigern wir von 5-10 Minuten langsam auf 15-20 Minuten. Wir achten darauf, unseren Spaziergang abwechslungsreich, aber nicht zu aufregend zu gestalten. Mal geht es etwas ruhigere Straßen durch den Ort, mal an einem Fluss (der Isar) oder einem Bach (der Goldach – in Hallbergmoos oder am Flughafen) entlang. Auch an der S-Bahn laufen wir entlang. So gewöhnen wir unseren Zwerg langsam an die unterschiedlichen Alltagsgeräusche. Hier zu hören wir zum Beispiel auch div. Alltagsgeräusch-Videos an, während ich meine Berichte schreibe und er neben mir entspannt am Boden oder im Körbchen liegt. Erst leisere Töne, dann steigern wir uns von Tag zu Tag, zwischen durch gehen wir auch wieder zu den leiseren Tönen zurück. Auch ein Silvester-Feuerwerk, steht bei den Geräuschen mit auf dem Plan, da dass ja spätestens zum Jahreswechsel wieder kommen wird.

Mit 12 Wochen steht dann die nächste Impfung an, hier werden wir den Tierarzt aufsuchen. Das berichte ich gerne beim nächsten Mal.

 

 

Tagebuch über meinen Welpen

Abholung des Welpen

So, unsere Wohnung ist Welpen sicher, auch ein leichter Geruch nach Hund kommt einem entgegen, wenn man seine Nase in unseren Küchenschrank unter der Spüle steckt. Hier haben wir das Hundefutter für die ersten Wochen verstaut.

Nach dem wir ein paar Tage frei haben, beschließen wir bereits am Mittwoch nach der Arbeit nach Miltenberg aufzubrechen. Immerhin sind das 3,50 Stunden Fahrt. Unseren Welpen werden wir Freitag Mittag bei der Züchterin abholen, nach dem am Vormittag nochmal eine Zuchtwartin vom Beagle Club Deutschland e. V. den Wurf abgenommen hat.

Die Zuchtwartin prüft jeden Einzelnen Welpen, ob er irgendwelche Auffälligkeiten hat. Ob er in allem Punkten einem offiziellen Beagle ähnlich sieht. Hier wir zum Beispiel überprüft, ob das Gebiss stimmt. Ob die Krallen bei allen Welpen schön gewachsen sind. Auch ob die Welpen allgemein in einem guten Zustand sind, was Gewicht und Körpergröße, sowie Form betritt.

Zum Glück ist beim gesamten 7 köpfigen Wurf alles in Ordnung. Wir haben für unsere Fahrt folgende Dinge für die Abholung unseres kleinen Rüden eingepackt:

  • Halsband/Geschirr
  • Leine
  • Hundekotbeutel
  • Hundebox/-käfig für das Auto
  • Handtuch
  • Zewa, falls der Hund spucken müsste
  • Kälberblase zum Kauen, um den Stress abzubauen
  • Hundenapf/-schüssel für Wasser
  • Eine kleine Menge vom Trockenfutter, was wir als Leckerli verwenden (da er diesen Geruch und Geschmack gewöhnt ist)

Als wir nach unserem Kurzurlaub am Freitag Mittag bei der Züchterin ankommen, bittet diese uns, sich nochmal für eine halbe Stunde zu gedulden. Die Zum Wörterbuch hinzufügen sei soweit zwar fertig, aber nach dem Sie selbst mit Ihren Hunden weiter zu einer Ausstellung fährt, würde Sie diese gerne noch kurz in Ruhe mit Wasser und Futter versorgen. Wir willigen selbstverständlich ein und fahren nochmal in den Nachbar Ort. Hier setzen wir uns in eine Gaststätte und trinken noch in Ruhe etwas.

Wir bleiben bewusst etwas länger als die 30 Minuten weg, um unsere Züchterin nicht unnötig zu stressen. Nach nicht ganz einer vollen Stunde fahren wir wieder hin. Jetzt dürfen wir auch rein kommen. Erstmal schauen wir nach den Welpen. Diese sind von Ihren Untersuchungen müde und schlafen. Wir entscheiden, dass uns das gerade recht kommt. So haben wir die Möglichkeit in Ruhe die Restzahlung abzuwickeln und auch den Kaufvertrag zu unterschreiben.

Auch geht die Züchterin mit uns in Ruhe die Unterlagen zu unserem Welpen durch. Wir erhalten von Ihr eine kleine Mappe, hier ist eine kleine Erklärung zur Fütterung enthalten. Ebenfalls eine kurze Einführung in die Hunderasse Beagle und Ihre Besonderheiten. Da wir bei einer offiziellen Züchterin des Beagle Club Deutschland e. V. sind, gibt es auch eine Abstammungsurkunde, wo Sie uns nochmal erklärt, wer die Eltern des Kleinen sind und wo Sie herkommen (der Vater zum Beispiel ist Italiener). Den EU-Heimtierpass, der als Ausweis dient, erklärt Sie uns, mitsamt der bereits erfolgten Impfungen und der notwendigen Auffrischungen.

Einen Chip zur Identifizierung haben die 7 kleinen Beagle vom Tierarzt der Züchterin ebenfalls bereits erhalten. Auch eine Wurmkur haben Sie regelmäßig bereits hinter sich. Die Chip-Nummer ist in dem EU-Heimtierpass vermerkt und die Erklärung zur Wurmkur (wann, welches Mittel und wie lange) bekommen wir auf einem Zettel für unsere Tierärztin mit.

Als wir mit dem Papierkram fertig sind, bekommen wir von Ihr noch ein kleines Welpen-Paket. Dieses hat Sie von dem Futtermittelhersteller angefordert, von dem Sie das Welpen Futter empfiehlt. Hier sind ein Spielzeug, ein Probepäckchen des Welpen Futters und Flyer mit Tipps und einem Bestellgutschein enthalten. Von der Züchterin selbst bekommen wir ein Spielzeug, mit dem die Welpen seit Anfang an spielen (damit wir später im Auto und für die erste Nacht den Geruch der Wurfgeschwister dabei haben).

Dann gehen wir nach draußen in den Garten, damit wir nochmal mit allen Hunden schmusen könne und auch, damit unser kleiner weißer Wuschle noch vor der Autofahrt sein Geschäft verrichtet. Als das erledigt ist, heißt es für die Züchterin Abschied nehmen. Wir geben Ihr die Gelegenheit, den Welpen ins Auto zu tragen und Ihn für uns in die Transportbox zu setzen. Dabei verabschiedet Sie sich von dem Kleinen mit leisen Worten. Auch ein paar Tränen glitzern in Ihren Augen. Wir versprechen nochmals, uns bald bei Ihr zu melden.

Stefan wird das Auto fahren und ich werde fürs Erste auf der Rücksitzbank neben der Hundebox sitzen bleiben. Wir haben erstmal das Radio aus. Leise uns ruhig rede ich mit dem Zwerg. Er schaut etwas irritiert. Dann beginnt er mit vorsichtigen Schritten die Kiste abzulaufen. Dann fährt Stefan langsam los, der Welpe setzt sich hin. Stefan fährt am Anfang die Stecke bis zur Autobahn, die aus sehr vielen Serpentinen besteht langsam und sehr vorausschauend. Wie als hätten wir jemanden mit einem empfindlichen Magen dabei. Nach wenigen Minuten legt sich unser Welpe hin. Bis wir auf der Autobahn sind, ist er noch wach, als wir die gerade Autobahn erreichen, dauert es nicht lange und die Augen klappen zu.

Nach der Hälfte der Strecke bei fast 2 Stunden Fahrtzeit bin ich es, die an der Pause schuld ist. Es ist meine Blase die sich gemeldet hat. Wir fahren von der Autobahn, wir halten nicht an einem Rastplatz, da wir auch unseren Hund sich erleichtern lassen wollen. In einem kleinen Wald etwas abseits halten wir auf dem Parkplatz von einem Wanderweg. Hier nehmen wir unseren Welpen aus seiner Box, legen Ihm in Ruhe das Halsband an, auf die Leine verzichten wir, da Welpen am Anfang in Fremden Umgebungen einem immer hinterher laufen. Nach wenigen Minuten verrichtet er sein Geschäft. Zurück am Auto heißt es für alle nach einer Kleinigkeit zum Trinken, wieder einsteigen und weiter geht’s.

Auch die restliche Fahrt verläuft reibungslos. Wir kommen nach guten 4,25 Stunden zu Hause an. Als wir geparkt haben, wacht der kleine schlafende Rüde auf. Da er etwas zerknautscht und verschlafen schaut, warte ich neben Ihm sitzend im Auto noch einige Minuten. Dann hebe ich Ihn raus. Wir gehen neben das Auto auf die kleine Wiese neben dem Haus. Hier wird gliedergestreckt und geschnuffelt. Dann löst sich der Zwerg auch schon schön brav in der Wiese. Wir beschließen mit Ihm in die Wohnung hoch zu gehen und Ihn erstmal ankommen zu lassen.

Die Erkundung der Wohnung und näheren neuen Umgebung, sowie die erste Nacht ohne Geschwister berichte ich euch in Kürze. Auch wie der kleine weiße Bi-Colour Rüde heißt und warum bzw. wie wir den Hundenamen gewählt haben, berichte ich noch ausführlich.

Tagebuch über meinen Welpen

Erste Nacht im neuen Heim

Wir haben in der Wohnung alle Türen zu den Zimmern verschlossen. Als erstes setzen wir unseren kleinen Rüden im Wohnzimmer ab. Hier zeige ich Ihm den Wassernapf und ziehe mich dann bewusst etwas zurück. Er läuft zum Fenster, beschnuppert den Vorhang, den Teppich und macht sich so langsam ein Bild von dem ganzen Raum. Da unser Wohnzimmer ohne extra Türe in die Küche übergeht, wird auch hier fleißig der ganze Boden und die Schränke untersucht.

Wir beginnen ganz ruhig unsere Sachen von der Autofahrt aus zu packen. Während unser 4-Beiner auch die ganzen Taschen beäugt. Da er seit Mittags nichts mehr gegessen hat und 4 Mahlzeiten am Tag gewöhnt ist, setzen wir uns an den Tisch und schauen in den Schnellhefter von der Züchterin. Diesem entnehmen wir die Mengenangabe für die Fütterung. Es gibt eine Portion Trockenfutter, die wir in ein bisschen Wasser einweichen.

Phelan (der Beagle Welpe) hat vielleicht einen Hunger, die Schüssel ist super schnell geleert. Nach dem er diese noch genüsslich leer geschleckt hat, schnappen wir uns den Welpen und tragen Ihn auch schon wieder nach Draußen. Er tapst etwas unbeholfen über die kleine Wiese vor dem Haus. Doch es dauert nicht lange und er löst sich. Damit die Eindrücke von draußen nicht zu viel werden, haben wir beschlossen fürs erste in der Nacht nur auf die Wiese zu gehen und ansonsten gehen wir erst mal nur eine vorher besprochene Route, in unserer Wohnsiedlung. Diese kleine Route zeigen wir Ihm jetzt, damit er Sie einmal bei Tageslicht gesehen hat.

Doch nach nur gut 5-10 Minuten, geht es auch schon zurück in die Wohnung. Hier zeigen wir Ihm bewusst noch keine weiteren Räume. Phelan (was im germanisch/keltischen: der kleine Wolf – bedeutet), läuft hier nochmal eine kurze Runde durch das Wohnzimmer. Dann fällt er auch schon müde auf seinem Handtuch zusammen und schläft bzw. wartet ab und beobachtet. Wir essen selbst eine Kleinigkeit zu Abend und verräumen die Reste von unserem Kurzurlaub. Dann bereiten wir die nächste Mahlzeit für unseren Welpen vor. Dieses Mal gibt es Flocken, ebenfalls mit ein wenig Wasser. Die Flocken sind die letzte Mahlzeit am Tag, damit Sie über Nacht etwas von dem Wasser aufnehmen und der Baby-Beagle nicht ganz so oft Wasser lassen muss. Auch jetzt geht es im Anschluss an die Fütterung raus auf die Wiese. Jetzt verrichtet er sogar ein kleines und ein großes Geschäft.

Zurück in der Wohnung öffnen wir nun die Schlafzimmer-Tür, auch hier lassen wir Ihn alles in Ruhe erkunden. Etwa 30 Minuten später und inzwischen ziemlich spät ab Abend, wollen wir endlich ins Bett. Wir einigen uns darauf unseren Welpen nochmal kurz vor die Tür zu bringen und gehen dann gemeinsam mit Ihm ins Schlafzimmer. Wir löschen alle Lichter in der Wohnung. Das Hundebett im Schlafzimmer steht direkt neben dem Bett. Wir haben Ihm einen Stoffhasen und sein Hundespielzeug von der Züchterin ebenfalls mit ins Hundekörbchen gelegt. Da ich an der Bettkante schlafe, lasse ich am Anfang meine Hand runter zu Ihm ins Körbchen hängen. Ein zwei mal fiept er ganz leise, doch es dauert keine 5 Minuten und der Zwerg schläft.

Einmal werde ich in der Nacht von einem leisen fiepen geweckt. Schnell schnappe ich mir meine Jacke und den Welpen und bringe Ihn nach draußen. Ja, ich lag richtig, nach ein paar Schritten auf der Wiese löst er sich. Dann geht es für uns Beide wieder zurück ins Bett. Ohne große Schwierigkeiten schläft er weiter. Für mich gefühlt nach wenigen Minuten, in Wirklichkeit haben wir inzwischen 5:30 Uhr in der Früh, weckt er mich wieder. Auch hier spielen wir wieder das Spiel mit dem Anziehen und raus bringen.

Zurück in der Wohnung wird mir schnell klar, nachdem er die ganze Nacht jetzt so friedlich war, ist jetzt erst mal Schluss mit Schlafen. Außerdem hat er schon wieder Hunger. Also bekommt er wieder eine Portion Trockenfutter und dann schnappen wir uns das Geschirr, die Leine und laufen sogar die kleine Route von gestern Abend.

Es ist das erste Mal, das der Welpe ein Geschirr/Halsband trägt, mit einem Stück Wiener locke ich seinen Kopf durch die Schlaufe. Draußen achten wir darauf, dass er nicht in der Leine hängen bleibt. Ein paar Mal bleibt er stehen, setzt sich und kratzt etwas unbeholfen am Bauch, wegen dem Geschirr, das ignorieren wir. Wenn er danach jedes Mal weiter läuft, loben wir Ihn leise mit unserer Stimme.

Was uns in den ersten Tagen sonst so passiert ist und warum wir den Namen Phelan gewählt haben, verrate ich im nächsten Beitrag. Den Besuch der ersten Welpenspielstunden werde ich ebenfalls mit erwähnen.

Tagebuch über meinen Welpen

Besuch des Wurfs bei der Züchterin

Es ist endlich soweit, meinem Favouriten werde ich heute das erste Mal live bei der Züchterin sehen.

Hoffentlich geht alles gut. Wir kommen nach einer gut 3,5 stündigen Fahrt von München in die Nähe von Miltenberg endlich an. Wir (mein Freund und ich) entscheiden nochmal kurz vorm Ziel anzuhalten um uns Frisch zu machen.

Nach einem kurzen Stopp zum Trinken und Gliedmaßen entspannen, können wir es nicht mehr erwarten beim Zwinger an zukommen. Wir parken neben dem Haus, gehen in den Hof und begegnen sogleich unserer Züchterin. Diese ist überrascht, wie pünktlich wir es trotz Verkehr geschafft haben und wie frisch wir nach der langen Autofahrt aussehen.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung nimmt Sie uns mit in den Garten. Hier müssen wir erst mal Ihr 5 köpfiges Rudel an Erwachsenen Hunden begrüßen. Während wir mit Ihnen schmusen, stellt Sie weitere Fragen. Wie Alt wir sind, wo genau aus der Nähe von München wir jetzt her kommen, das Sie es toll findet, wenn man mit einem Hund auch arbeiten will (Rettungshundearbeit und als Besuchshund für Kindergärten und Seniorenheime).

Einige Minuten später meint Sie, wir seien weder hier um Ihren Hunden das Fell vom Körper zu streicheln, noch um mit Ihr Smal-talk zu betreiben. Wir gehen also gemeinsam weiter in den Garten. In einen extra abgetrennten Bereich. Über eine Welpenrampe, die direkt ins Welpenzimmer im Haus führt, ruft Sie den 7 köpfigen Wurf nach draußen. Von den Bildern von der Homepage kennen wir bereits alle Geschwister und auch unseren kleinen Favoriten.

Da kommt er, noch ganz tapsig. Er ist nicht der Größte und nicht der Kleinste im Wurf. Genau in der Mitte, stolz erzählt die Züchterin, dass er bisher sehr vielversprechend auch für eine spätere Zucht aussieht. Wir haben uns für den kleinen mottled Bi-Colour Rüden entschieden. Alle 7 sind wohl auf, bekommen seit Anfang der 5ten Woche eine Zufütterung über ein spezielles Welpenfutter.

Und wir sind am schauen, streicheln, schmußen … Wir sitzen zu dritt am Boden im Graß und die Welpen klettern auf unseren Schoß. Wie kleine Kinder, die alles in die Hand und Mund nehmen, werden auch unsere ganzen Klamotten angeknabbert und probiert. Nach einiger Zeit, frägt uns die Züchterin, ob wir nicht selbst unsern kleinen Schatz fotografieren wollen. Also geht Stefan unsere Kamera aus dem Auto holen und wir versuchen uns daran, die kleinen wuseligen Welpen vor die Linse zu bekommen.

Als das geklappt hat, beschließen wir, die Kleinen, die langsam müde werden, schlafen zu lassen. Wir folgen der Züchterin ins Haus. Auch hier zeigt Sie uns bereitwillig alle Räume und nicht nur die Zimmer, wo die Hunde untergebracht sind. Wir bekommen in aller Ruhe etwas zu trinken.

Dann setzen wir uns gemeinsam in der Küche an den Tisch. Hier besprechen wir die Einzelheiten. Ob uns der Welpe jetzt gefällt, ob wir Fragen haben und so weiter. Auch was mit dem Hund ist, während wir arbeiten will die Züchterin wissen. Nachdem Sie mit unseren Antworten zufrieden ist, setzen wir den Vertrag über die Anzahlung auf. Auch den Übergabe-Termin vereinbaren wir.

Von der Züchterin bekommen wir zum Abschied noch eine kleine Liste mit To Do`s, was wir alles erledigen sollten, bis wir den Welpen mit 8,5 Wochen abholen werden. Es ist das gewohnte Welpenfutter (selbst wenn wir später auf ein anderen Futter umstellen wollen, müssen wir die Umstellung langsam durchführen) für den Anfang zu besorgen, Leine und Geschirr/Halsband. Sowie für die Autofahrt eine geeignete Hundebox. Wir werden ebenfalls noch erinnert, unsere Wohnung welpensicher zu machen.

Bei der Wohnung gilt zu beachten, das alle für Hunde giftigen Pflanzen außer Reichweite gestellt werden (in Wohnung und Garten). Alle Steckdosen bekommen eine Kindersicherung (wegen feuchten, neugierigen Hundenasen). Auch die Stromkabel gilt es zu verräumen und vor Hundezähnen in Sicherheit zu bringen. Einen geeigneten Ort für den Schlafplatz im Schlafzimmer müssen wir finden. In der Küche und im Wohnzimmer gilt es ein Rückzugsort zu schaffen und auch Platz für die Futterschüssel zu machen.

Die Abholung des Welpen – wie gewohnt – im nächsten Beitrag.

Tagebuch über meinen Welpen

Ein Beagle – nur welcher?

Also die Entscheidung stand fest: es sollte ein Welpe der Hunderasse Beagle werden. Nur wo sollte ich Ihn her bekommen?

Auch für mich hieß es jetzt, auf die Homepage des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) zu gehen. Unter der Rubrik Welpen und Züchter stehen immer die im VDH gemeldeten (offiziellen) Züchter, mit einer Welpenampel (die anzeigt, ob gerade ein Wurf vorhanden ist).

Auch die jeweilige Seite der Hunderasse sollte man nicht vergessen. Also in meinem Fall die Homepage vom Beagle Club Deutschland. Hier kann man über die Züchterliste die Kontaktdaten aller Züchter erfahren.

So hieß es dann, erstmal die ganzen  Züchter bzw. deren Homepage für einen ersten Eindruck zu sichten. Am besten wäre ein Züchter in der näheren Umgebung, um möglichst vorab den Züchter besuchen zu können und auch den Wurf meines potenziellen Welpens zu besichtigen.

Von der Philosophie der Beaglezucht und der eigenen Motivation gerade selbst zu Züchten, blieben bei mir zwei Züchter in der engeren Auswahl. Eine Züchterin in der Münchner Umgebung und eine Züchterin in der Nähe von Würzburg.

Normaler Weise sollte man bereits bevor der Wurf kommt, mit dem Züchter in Verbindung treten und sich auf eine Warte-/Interessentenliste setzen zu lassen. Nach dem beide Zwinger allerdings gerade einen aktuellen Wurf hatten, griff ich zum Telefon und rief einfach an um mich zu erkundigen, ob denn vom aktuellen Wurf noch ein Welpe frei sei.

Die Entscheidung, ob man einen Rüden oder eine Hündin nimmt, sollte man am besten mit dem Züchter oder einer anderen Person aus dem Hundebereich besprechen. Es gibt sowohl bei einem Rüden Vor- und Nachteile, wie auch bei einer Hündin. Auch das Thema, ob man später kastrieren soll/will sollte man mit dem Züchter besprechen.

Für mich persönlich, war es egal, ob es eine Hündin oder ein Rüde wird. Also, war ich bei meinem Telefonat uneingeschränkt und erkundigte mich, ob es überhaupt noch einen freien Welpe vom Wurf gab. In München hatte ich leider Pech, hier war ich laut Züchterin einfach einen Tag zu spät dran. Wir vereinbarten, dass ich mich nach meinem Telefonat mit meiner zweiten Favourit-Züchterin bei Ihr melden würde, um mich ggfs. für den Wurf von 2018 auf die Warteliste setzen zu lassen.

Bei der zweiten Züchterin hatte ich den Nachteil, dass Sie weiter weg wäre, allerdings kam der aktuelle Wurf genau an dem Tag von meiner letzten Prüfung beim Veterinäramt Freising auf die Welt. Ich nahm das als Zeichen und versuchte mein Glück auf hier ganz spontan am Telefon. Das Glück war auf meiner Seite, es gab noch 2 Rüden, für die es noch keinen Interessenten gab.

Einen für einen Beagle ziemlich dunklen Tri-Colour und einen besonderen Bi-Colour Welpen. Da die kleine inzwischen 1,5 Wochen alt waren, vereinbarten wir, dass ich mir das Übernacht überlegen sollte, welcher der zwei für mich in Frage käme. Ich sollte mich am nächsten Tag verbindlich melden. Sie erzählte auch noch ein bisschen was zu sich und Ihrem eigenen Hunderudel und wie es aktuell dem 7 Welpen starken Wurf ergangen ist.

Auch erklärte mir meine Züchterin, dass Sie mir meinen Wunschwelpen dann zwar reservieren würde, ich allerdings vorbei kommen müsste. Der absolut verständliche Wunsch der Züchterin, uns (meinen Freund und mich) persönlich kennen zu lernen, sprach dafür, dass ich mich für eine seriösen und pflichtbewussten Zwinger entschieden hatte. Da wir Beide als Hundesachverständige allerdings auch Wert darauf legen, das die Harmonie zwischen Hund und Halter passt. Hat sich ein Besuch in der 5ten Lebenswoche der Welpen als optimaler Zeitpunkt heraus kristallisiert.

Davon im nächsten Beitrag mehr 🙂 folgt wie immer in Kürze.